CDU Großheide

Großheide sorgt mit Biogas für sich selbst

Die Gemeinde produziert Wärme für öffentliche Gebäude seit dem Jahr 2007 eigenständig. Die Energie ist ein Abfallprodukt einer Anlage, an der die Kommune mitbeteiligt ist. In der Region ist das Engagement einmalig.

Großheide - Not macht erfinderisch. Da die Gemeinde Großheide (Kreis Aurich) finanziell nicht gerade gut gebettet ist und am Tropf der Landeszuschüsse hängt, ersann Bürgermeister Theo Weber (parteilos) vor knapp vier Jahren mit einigen Gefolgsleuten eine neue Einnahmequelle: die regenerative Energie. Als Nebeneffekt beim Betrieb einer Biogasanlage versorgt die Kommune mittlerweile zahlreiche kommunale Gebäude mit Fernwärme ­ ein für die Region einmaliges Vorgehen.
„Unser Konzept ist aufgegangen”, sagt Weber heute. Seit 2007 produziert die Gemeinde mit einer 560-Kilowatt-Biogasanlage Strom. Zusätzlich werden mit der Wärme aus dem Verstromungsprozess mehrere Schulen, das Rathaus und zwei Turnhallen beheizt. Darüber hinaus erzeugt die Kommune über eine Photovoltaik-anlage weiteren Strom.
„Wir sind schon ein kleines Energieunternehmen geworden”, sagte der Bürgermeister nicht ohne Stolz. Einige graue Haare habe ihn die Umsetzung in den vergangenen Jahren gekostet. Wenn die Kosten für den Anlagenbau der Biogasanlage sowie des Fernwärmenetzes, das 300 000 Euro gekostet habe, abgezahlt seien, dann werde die Kommune „richtig Geld verdienen”, so Weber.
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