CDU Großheide

Bürgermeister zeigte Lieblingsprojekt

Die Biogas-Anlage in Großheide ist die einzige von einer Kommune betriebene Anlage in Ostfriesland. Bei einem Besuch in der Gemeinde schaute sich auch der Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Friedrich-Otto Ripke, die Vorzeigeanlage an.

Großheide - Es ist eins der Lieblingsprojekte von Großheides Bürgermeister Theo Weber (parteilos): die gemeindeeigene Biogasanlage. In der Ratssitzung in der vergangenen Woche gab es erneut Diskussionen darüber, wie sich die Anlage finanziell entwickle. Gleichzeitig stattete Staatssekretär Friedrich Otto Ripke (CDU) aus dem Landesentwicklungsministerium in Hannover einen Besuch ab, um die Vorzeigeanlage zu sehen.

In ganz Niedersachsen gebe es lediglich noch die Gemeinde Wesendorf (Landkreis Gifhorn), die als Kommune eine eigene Biogasanlage betreibe, sagte Ripke, der noch von mehreren Bürgermeistern aus der Region bei der Besichtigung begleitet wurde. Mittlerweile gebe es in Niedersachsen etwa 700 Biogasanlagen, so Ripke. Etwa elf Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche werde mittlerweile für die Bioenergie verwendet. "Diesen Wert wollen wir konstant halten", sagte der Politiker. Insbesondere über technischen Fortschritt solle eine Effizienzsteigerung erzielt werden, nicht aber durch weitere landwirtschaftliche Flächen. "Biogasanlagen sind auch kein finanzieller Selbstgänger", sagte der Staatssekretär. Lediglich mit etwa einem Drittel der Anlagen in Niedersachsen werde überhaupt Geld verdient. "Es hat sich herausgestellt, dass die bloße Stromproduktion nicht ausreiche", so Ripke. Es müsse, so wie dies in Großheide und auch in Wesendorf praktiziert wird, ein Wärmekonzept dazu kommen.